Unsere Stiftung wurde im Jahre 1992 durch einige Siófoker Tierfreunde gegründet. Seit 2004 arbeiten wir als Gemeinnützige Stiftung.
Unser Tierheim liegt geografisch im Verwaltungsgebiet von Balatonszabadi, neben der ehemaligen Mülldeponie. Unsere Gelände ist seit der Gründung gewachsen, ist in ständiger Entwicklung, passend zum wachsenden Bedarf an Unterbringung, Pflege und tierärztlicher Betreuung der immer größer werdenden Zahl von ausgesetzten Tieren.
Wir sind von Anfang an in der glücklichen Situation, dass wir seit unserer Gründung für das Ordnungsamt die Aufgabe der Betreuung von herrenlosen Tieren übernommen haben. Deswegen werden die eingefangenen Tiere nicht gleich eingeschläfert, sondern nach dem Ablauf der Quarantänezeit bekommen sie bei uns eine Obhut und durch unsere Internetdatenbank hoffentlich schnell ein neues Zuhause. Wir sammeln auch die Tierleichen ein, für unsere Arbeit werden wir von der Stadtverwaltung bezahlt. Wir sind in Vertragskooperation mit den Nachbargemeinden, gegen Entgelt kümmern wir uns auch um ihre herrenlosen Tiere. Aus diesen Einnahmen können wir einen Teil von unseren Kosten decken, so wie die Personalkosten und Spritkosten.
Wir haben eine sehr gute Beziehung zur Stadtverwaltung Siófok, sie haben mehrere Entwicklungsprojekte tatkräftig unterstützt.
Wir haben 4 Voll - und 1 Teilzeitarbeitskraft, alle sind sehr engagiert und wir sind ihnen sehr dankbar. Denn sie leisten harte Arbeit bei Wind und Wetter, und wir können ihnen nicht viel Komfort bieten. Sie kümmern sich sehr um die Tiere, füttern, misten, pflegen, und das Wichtigste, sie tun das mit Leib uns Seele, sie helfen den eingeschüchterten ängstlichen, kranken Tieren das Vertrauen in die Menschen zurückzugewinnen. Wir hoffen sehr, daß wir all diese guten Leistungen einmal mit einem entsprechenden Lohn belohnen können.
Wir haben noch 5-6 ehrenamtliche Mitarbeiter die sich um verschiedene andere Sachen kümmern: Homepage, Datenbank zu pflegen, Telefondienst, Korrespondenz und Sachbearbeitung.
Wir machen über jeden Hund mehrere Bilder, erstellen eine Beschreibung, damit sie erfolgreich vermittelt werden können. Seit einigen Wochen haben wir unsere neue Homepage dank der Mitarbeit von unseren Ehrenamtlichen.
Natürlich sind wir auch auf Spenden angewiesen. Wir dürfen um die 1% werben (jede Steuerzahler darf selber entscheiden welche Verein oder Stiftung das 1% seines Jahressteuergeldes als Spende bekommt.) Wir nehmen an den möglichen Ausschreibungen teil.
Wir sparen dort wo wir können, denn die Tierarztkosten sind manchmal schmerzhaft hoch.
Den größten Teil von unseren Spendengeldern beanspruchen Futter und Tierarztkosten, wir versuchen aber trotzdem uns noch weiterzuentwickeln, mehr Komfort für unsere Tiere zu bieten. Die meiste Unterstützung bekommen wir von unseren ausländischen Partnern. Wir pflegen seit Jahren sehr nette und freundschaftliche Kontakte zu mehreren deutschen und schweizerischen Tierschutzverbänden. Sie unterstützen uns mit Sachspenden vom Futter bis zu großen Investitionen. Durch ihre Hilfe wurden Zwinger, Zaun gebaut, wir konnten unsere Elektrizität erneuern, wir haben Lagercontainer, Krankencontainer und ein Holzhaus für die Katzen gekauft. Wir haben immer neue Träume, wir möchten unsere Träume für die Tiere verwirklichen.
Wir haben von ungarischen Spendern ein Nachbargelände bekommen, dort können wir den Bewegungsbedarf unserer Hunde befriedigen, aber wir haben diese Gelände nach und nach zum Bau von weiteren Hundeplätzen genutzt.
Wir sind Mitglied in den großen ungarischen Tierschutzorganisationen MÀOSZ und MÀTSZ. Wir haben auch andere Tierheime in Paks und Tengelic unterstützt.
Wir beteiligen uns an allen Rettungsaktionen in unseren Gegend, angefangen von den "Soproner Mudi Skandal" über die Rettungen aus geschlossenen Tierheimen. Im Kooperation mit dem Philip Tierschutzverein aus Kaposvár konnten wir ein Tiervermehrer aus Jákó vor Gericht bringen wegen Tierquälerei. Daraus wurde letztes Jahr ein ungarnweiter Skandal, der Fall hat große Medienpräsenz bekommen, wir hoffen auf eine tierfreundliche Entscheidung des Gerichts.
Unsere Aufgabe ist es, den richtigen Umgang mit Tieren in der Bevölkerung zu lehren. Wir möchten, dass unser Name eine zurückhaltende Kraft für den Tierquäler wird.
Wir übernehmen die Hunde auch von der Hundestation aus Enying-Balatonbozsok, so werden diese Hunde nach Ablauf der Quarantänezeit nicht getötet. Wie es unsere Kräfte erlauben, helfen wir auch an den Hunden der Hundestation von Ajka und Dunavecse.
Wir versuchen unsere Tiere an sehr gute Herrchen zu vermitteln. Wir versuchen, die neuen Besitzer nach gründlichen Beratungen auszuwählen. Denn wir wollen, dass unsere Tiere ihren ENDGÜLTIGEN Besitzer finden. Unsere Hündinnen werden sterilisiert rausgegeben, die weiblichen Welpen werden im Alter von mindestens 8 Monaten für die Operation zurückbestellt. Seit einem halben Jahr geben wir alle Hunde gechipt raus, und wir registrieren alle Hunde in der großen Tierdatenbank PETVETDATA. Wir halten mit den neuen Besitzern auch nach der Adoption den Kontakt. Das alles ist sehr zeitaufwändig, es lohnt sich aber, wir wollen, dass unsere Tiere die passenden Herrchen und endgültiges Zuhause bekommen.
Wir haben jeden Tag unsere Besucherzeiten, Tierfreunde sind herzlich willkommen. Wir empfangen auch Gruppen aus Kindergärten und Grundschulen. Wir sind präsent an den größeren städtischen Veranstaltungen, so wollen wir weitere Ehrenamtliche dazugewinnen.
Unsere Pläne sind:
- in den Grundschulen Erziehungsarbeit zu leisten bezüglich des richtigen Umgangs mit Tieren.
- ein Welpenhaus zu bauen. Wir haben dazu eine Fläche betoniert, Zaun ist in Arbeit, wir müssen noch das dort stehende Holzhaus renovieren und so gestalten dass es besser desinfiziert werden kann. Dazu fehlen noch die Gelder.
- wir müssten viele unserer Zwinger renovieren, die Dächer gehören erneuert und bei Regenwetter haben wir mit Schlamm zu kämpfen.
- Ein Sozialgebäude für unsere Mitarbeiter wäre auch dringend notwendig. Momentan können sie sich nicht umziehen und ihre Brotzeit zu sich nehmen. Das wäre mit einem gebrauchten Wohnwagen oder Container gelöst.
- Unsere Gulaschkanone ist auch ausgedient, denn wir kochen auch viel , wir bekommen auch Fleisch als Spende.
Ehrenamtliche Helferinnen
Németh Krisztina,Lajos Valéria,Németh Gabriella, Horváth Betta,Matyikó Zsuzsa,Kriston Krisztina
Momentan pflegen wir 178 Hunden und 12 Katzen in unserem Heim.
Marika ist im Dezember 2009 von uns gegangen. Janos und Zsuzsi führen nun ihre Arbeit fort.
Marika die sich von Lajòs verabschiedet, der nach Deutschland in ein neues Zuhause reisen durfte
Das Tierheim befindet sich direkt neben der mittlerweile geschlossenen Mülldeponie außerhalb von Siofok.
Janòs und die ehrenamtlichen Helferinnen Gabi und Zsuzsi
Ein Teil der Hunde hat das Glück in Rudelhaltung zu Leben. Die Zwinger haben etwa eine Größe von 30qm, mit einem Holzhaus in dem sich die Schlafplätze befinden.
Die anderen sind meist zu Zweit oder zu Dritt auf 4qm in den veralteten Zwingern untergebracht. Sie werden aber über den Tag verteilt stundenweise in die Freilaufgehege gelassen.
Ungarn hat ein relativ trockenes Kontinetalklima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Daher ist es im Sommer einigermaßen nett, allerdings fehlt da in den alten Anlagen ausreichend Schatten. In den Zwingern wird es dann sehr heiß.
Aber vom Anfang Herbst bis Ende Frühjahr, ist es schlimm. Wenn es regnet, verwandelt sich alles von einer Stunde auf die andere in eine Matschlandschaft. Das Fell der Hunde wird gar nicht mehr trocken. Stroh in den Hütten mindert die Nässe zwar ein wenig, ist aber nicht ausreichend vorhanden. Die Anlage müsste dringend mit Drainagen und mit hundefreundlichem Bodenbelag ausgelegt werden. Dafür fehlt aber eben das nötige Geld.Der Winter in Ungarn kann grauslich sein. Minustemperaturen sind keine Seltenheit. Viele Hunde haben nur ein kurzes Fell. Diese frieren ohne ausreichende Bewegung schnell. Und die mit langem Fell haben dann Eiszapfen an diesem hängen.
Das Frischfutter muss dann mit der alten Gulaschkannone aufgetaut werden.